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Fluorose verursacht Flecken

Fluorose verursacht Flecken – Wenn zu viel des Guten nicht mehr gut ist

Ob Fluorid nun den Zähnen hilft oder nicht ist eines dieser Themen, die immer wieder in Zeitungen, Fachzeitschriften, und sogar im Fernsehen auftauchen. Viele sagen, dass Fluorid für Zähne gut ist, da es den Zahnschmelz stärkt. Andere sind aber besorgt, dass es bei zu häufiger Einnahme von zu groβen Mengen für Patienten giftig sein kann. Laut den jüngsten medizinischen Studien hat Fluorid in der Tat einen positiven Effekt auf die Zahngesundheit wenn es sachgemäß verwendet wird. Dennoch gibt es einen wichtigen Risikofaktor zu beachten: bei Kindern unter 8 Jahren, die nach dem Ausspülen des Mundes nicht an ein gründliches Ausspucken gewohnt sind, kann Fluorid nach einiger Zeit zu der sogenannten Fluorose führen, die sich durch unregelmäβige, weiβe Flecken auf den Zähnen bemerkbar macht. Obwohl eine Fluorose in den meisten Fällen glücklicherweise nicht schädlich ist, kann sie dennoch ein ästhetisch unschönes Zahnbild verursachen und dadurch für die betroffenen Patienten ein Dorn im Auge werden.

Was sind die Ursachen von Fluorose?

Fluorose kann sich entweder nur auf einigen wenigen, oder auf allen Zähnen eines betroffenen Patienten bemerkbar machen. Oft entstehen die sichtbarsten Fluorosen (z.B. auf den oberen Vorderzähnen) bei Kindern wegen einer zu starken und intensiven Fluoridzufuhr zwischen ihren 15 und 30 Lebensmonaten. Dies kann aus vielerlei Gründen passieren, wie zum Beispiel durch die Einnahme von zu sehr fluoridhaltigem Trinkwasser, fluoridiertem Speisesalz, oder spezieller Fluoridtabletten. Auch fluoridhaltige Zahnpasta kann zur Ursache von Fluorose werden, wenn sie von Eltern bei ihren kleinen Kindern zu früh verwendet wird.


Fluoridzahnpasta

Zu viel Fluorid führt nämlich zu Veränderungen der Schmelzoberfläche und macht diese poröser, was wiederum die Bildung von weißen oder sogar braunen, orangen und gelben Verfärbungen verursachen kann. Da diese Verfärbungen weißen, kariogenen Flecken sehr ähnlich sein können, ist eine sehr vorsichtige und genaue Diagnose von einem ausgebildeten Zahnarzt umso wichtiger.

Wie kann man Fluorose behandeln?

Generell schaden Fluoroseflecken der Zahngesundheit nicht und könnten daher unbehandelt verbleiben, wenn da nur nicht ihr unschönes Aussehen wäre. Besonders für Kinder kann dieser optische Makel sehr unangenehm sein und in der Schule zu Hänseleien führen. Daher wird Fluorose fast immer aus rein ästhetischen Gründen behandelt.

Die erfolgreichste Behandlungsmethode bei Fluorose ist eine Kombination von Zahnaufhellung und Kariesinfiltration, mit der Zahnärzte Fluoroseflecken effektiv beseitigen können. Bei braunen Fluoroseflecken hilft meist schon eine Zahnaufhellung. Sind die Fluoroseflecken aber weiβ, so kann eine Zahnaufhellung zwar den Kontrast zwischen den Flecken und den nicht betroffenen Teilen der Zähne reduzieren, reicht aber oft alleine nicht aus um das optische Problem ganz zu lösen. Auβerdem ist heutzutage eine Zahnaufhellung bei Jugendlichen unter 18 Jahren laut einer EU-Richtlinie von 2013 verboten und daher nicht mehr möglich. Genau desswegen kommt also die Kariesinfiltration ins Spiel mit welcher Zahnärzte sehr oft langfristig stabile Ergebnisse erzielen.


Na also – unsere moderne Zahnmedizin kann auch bei unschönen, weiβen Flecken auch auf längere Sicht aushelfen. Dann mal viel Spaβ beim Lächeln (und das Zähneputzen nicht vergessen)!


Nicht vergessen: Jeden Tag brav die Zähne putzen

 
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