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Lachgas zur Beruhigung

Lachgas zur Beruhigung – Wenn die Zahnarztbehandlung zum “Nickerchen” wird

Über die Hälfte aller Zahnarztbesucher kommen heutzutage mit einem mulmigen Gefühl zum Zahnarzt und einige von ihnen leiden an Zahnarztangst, die sich durch Zittern, Schwitzen und Magenkrämpfe äußern und in sehr schweren Fӓllen sogar in Panik verwandeln kann. Um auch diesen Patienten einen zwischenfalllosen Zahnarztbesuch zu ermöglichen, greifen heutzutage immer mehr Zahnmediziner zum sogenannten Lachgas, welches schon seit vielen Jahren als bewährtes Sedierungsmittel in Zahnarztpraxen eingesetzt wird. Besonders fϋr Kinder ist Lachgas eine sehr gute Option um frühe Assoziationen zwischen einem Zahnarztbesuch und der Angst zu vermeiden und dadurch eine positive Erfahrungsbasis für zukünftige Besuche zu schaffen. Klingt doch super, oder? Lasst uns also ein bisschen mehr herausfinden!

Was ist Lachgas?

Lachgas ist, wie der Name schon andeutet, ein unsichtbares und geruchsloses Gas mit einem süßlichen Geschmack, welches vom Körper zwar blitzschnell aufgenommen werden kann, aber nicht von ihm verarbeitet wird. Daher verlässt das Gas den Körper eines Patienten nach jeder Behandlung ganz ohne jedwede Rückstände. Vor und wӓhrend der Behandlung hat Lachgas eine sehr entspannende Wirkung und erlaubt es einem einatmenden Patienten sich sachte von der Realität abzukoppeln. Dadurch wird dem Patienten die Angst genommen. Lachgas dringt durch die Lunge in den Körper ein und entfaltet bereits nach 4-5 Minuten seine Wirkung. Wenn die Gaszufuhr abgedreht wird, verschwindet die Wirkung nach rund 5-10 Minuten. Daher kann ein Patient nach einer Behandlung selbständig die Zahnarztpraxis verlassen und ungehindert wieder in den normalen Alltag zurückkehren. Lachgas kann auch bei Kindern angewendet werden und kommt schon ab dem 4-ten Lebensjahr in Frage. Der Einsatz von Lachgas ist ideal für:
  • Patienten mit starkem Würge- und/oder Schluckreflex
  • Asthmapatienten (die möglicherweise an Zahnarztangst leiden)
  • Patienten mit Nieren- und Lebererkrankungen
Eine Lachgassedierung ist sehr sicher und bewährt und gehört zum Beispiel in den USA und in Skandinavien zu den Standardbehandlungen einer Zahnarztpraxis.

Wie läuft eine Lachgassedierung ab?

Vor der Einnahme von Lachgas muss ein Patient zwar nicht unbedingt nüchtern sein, aber dennoch empfehlen viele Zahnӓrzte ihren Praxisbesuchern mindestens 2 Stunden vor der Betäubung nichts mehr zu essen. Eine erfolgreiche Lachgassedierung schließt generell die folgenden Schritte ein:
  1. Nasenmaske aufsetzen: Solche Masken gibt es in verschiedenen Variationen und Duftrichtungen
  2. Lachgaszufuhr – Anfang: Angefangen wird mit 100% Sauerstoff und nach rund 2 Minuten wird die beigemischte Menge von Lachgas langsam auf bis zu 70% erhöht bis die gewünschte Wirkung erzielt wird
  3. Lokale Betäubung: Nachdem das Schmerzempfinden des Patienten schon erheblich reduziert worden ist, folgt eine lokale Betäubung
  4. Behandlung: Eine Lachgassedierung kann auf bis zu 4 Stunden verlängert werden um auch längere Behandlungen zu unterstützen
  5. Lachgaszufuhr – Ende: Nach Ende der Behandlung erhält der Patient mehrere Minuten reinen Sauerstoff um das Lachgas aus dem Körper zu vertreiben und um ihn wieder verkehrsfähig zu machen
Was ist der Unterschied zwischen einer Sedierung mit Lachgas und Vollnarkose?
Vollnarkose: Erfordert die Anwesenheit eines spezialisierten Anästhesiologen, der einen Zugang zur Blutbahn legt um das Narkosemittel in die Blutbahn einzuspeisen damit die gewünschte betäubende Wirkung eintritt während der Patient künstlich durch die Nase beatmet wird.

Lachgassedierung: Hat entscheidende Vorteile in Punkto Kommunikation zwischen dem Patienten und dem Zahnarzt, da der Patient während der Behandlung wach bleibt. Im Gegensatz zu Vollnarkose-Patienten, brauchen Patienten, die mit Lachgas sediert werden, keine Begleitperson, da sie fast sofort nach der Behandlung bereits verkehrstauglich sind.

Wie viel kostet eine Lachgassedierung?
Eine Lachgassedierung wird ihrer Länge nach berechnet und kostet rund € 90 je 30 Minuten. Dieser Sedierungspreis inkludiert meist auch eine Nasenmaske für den Patienten.


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