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Gestatten, Dr. Dent. Robot

Gestatten, Dr. Dent. Robot – Kann ein Roboter den Zahnarzt ersetzen?

In immer mehr Wirtschaftszweigen, wie zum Beispiel der Autoindustrie oder dem Metallbau, werden heutzutage immer mehr Maschinen, oder Roboter, eingesetzt. Im Bankwesen spricht man sogar von den sogenannten “Robo Calls”. Da die weltweite technologische Entwicklung immer mehr an Schwung zunimmt, breiten sich Roboter auch in ansonsten durch Menschen dominierte Berufe aus und machen nicht überraschenderweise auch vor der Zahnmedizin nicht halt. Ein sehr wichtiger Unterschied zwischen den oben-genannten Industrien und der Zahnheilkunde ist, dass sich Zahnärzte um lebende Menschen kümmern, was die Messlatte in Punkto Genauigkeit und Effektivität für jedwede Zahnarzt-Roboter umso höher stellt. Wie weit ist jetzt aber die Robotik im Zahnarztwesen und welche Erfolge konnte man heutzutage bereits verbuchen? Finden wir es einfach mal heraus!

Die erste Behandlung durch einen Zahnarzt-Roboter

Gegen Ende des Jahres 2017 haben chinesische Zahnmediziner in der Provinz Shaanxi die erste Behandlung an einem lebenden Patienten zur Gänze mit einem Roboter durchgeführt. Dieser Roboter, der über vier lange Jahre hinweg entwickelt wurde, nahm eine Implantation von zwei künstlichen Zähnen an einer weiblichen Patientin vor, und das ganz ohne die Hilfe von jedwedem zahnärztlichen Experten- und Hilfspersonal, welches den Eingriff lediglich überwachte. Die gesamte Prozedur dauerte nur eine Stunde und wurde durch den selbst-justierenden Roboter, der intuitiv auf die Bewegungen der Patientin reagierte, erfolgreich abgeschlossen. Der Hauptgrund für die rasche Entwicklung dieses Projektes ist der signifikante Zahnarztmangel in China sowie die sehr hohe Nachfrage nach Zahnimplantaten, die mittlerweile wahrscheinlich auf bis zu mehrere hundert Millionen angewachsen ist.

In anderen Teilen der Welt haben Zahnmediziner und Wissenschaftler auch schon große Fortschritte gemacht, wie zum Beispiel in den USA, wo ein robotischer Arm, der als quasi mechanischer Assistent für Zahnärzte vorgesehen ist, die Zulassung von der staatlichen Gesundheitsbehörde erhalten hat. Insbesondere soll dieser Arm Eingriffe erleichtern und schneller machen und nebenbei auch noch ihre Präzision erhöhen (z.B. um sicherzugehen, dass der Bohrer bei einer Implantation an der richtigen Stelle platziert worden ist).


Ein weiterer robotischer Gehilfe ist die sogenannte “Dental Machine”, die aus einem Aufbeissgerät mit einem kleinen mechanischen Arm, einem Bohrer, einer Kamera, und einer Wasserzufuhr besteht. Mit über 100.000 Umdrehungen pro Minute räumt der Roboterkopf in Windeseile verfaulte Zahnsubstanz aus dem weg und füllt dann die freigewordenen Zahnlöcher wieder auf. Bei all diesen technologischen Wundern könnte der Zahnarztbesuch ja schon bald zu einem puren Science Fiction Erlebnis werden.

Kann ein Roboter den Zahnarzt ganz ersetzen?

Generell können Berufe, die auf sozialen Umgang und auf Kreativität beruhen, nur sehr schwer durch Maschinen (Roboter) ausgeführt werden. Bei der Zahnmedizin treffen beide dieser Faktoren zu, was den erfolgreichen Einsatz von Robotern statt, oder zusammen mit, Zahnärzten umso schwieriger macht. Dennoch legen Wissenschaftler weltweit großen Wert darauf den Fortschritt auf diesem Gebiet so rasch wie möglich voranzutreiben um Regionen mit Zahnärztemangel eine bessere Patientenversorgung zu garantieren. Dennoch werden menschliche zahnärztliche Fachkräfte immer gebraucht werden, da Roboter zwar bestimmte Arbeitsschritte mit viel höherer Präzision ausführen können, aber wohl kaum in Situationen in denen Erfahrung und Entscheidungskraft gefragt ist, klarkommen werden.
Ist der Einsatz von Zahnarzt-Robotern zugelassen?
Neben der technologischen Herausforderung, die hinter der Entwicklung von Zahnarzt-Robotern steht, ist auch deren Zulassung nach europäischen Richtlinien eine offene Frage. Generell, kann die Überprüfung von neuen medizintechnischen Geräten mehrere Jahre dauern. Für jene Modelle, die aber schon auf dem Markt sind, wie zum Beispiel die Assistenzroboter in den USA, könnte es wegen des erfolgreichen Präzedenzfalles auch schneller gehen. Na dann wollen wir mal auf das Beste hoffen und mit weit geöffneten Augen in die Zukunft blicken!


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