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Zahnfleischbluten als Warnsignal

Zahnfleischbluten als Warnsignal – Wie aus einem Ärgernis ein ernstes Problem werden kann

Wir kennen das sicher alle: nach einem gründlichen Zähneputzen spülen wir uns den Mund aus und bemerken plötzlich eine rötliche Verfärbung im Spülwasser während es sich langsam aber sicher kreisförmig dem Waschbeckenabfluss nähert und dann in ihm verschwindet. Nach einer näheren Untersuchung des Mundes stellen wir fest, dass die Quelle dieser rötlichen Verfärbung eine leichte Blutung unseres gereizten Zahnfleisches ist und tun das Ereignis als nebensächliche Kleinigkeit ab. In vielen Fällen ist dies aber nicht die beste Vorgehensweise, da blutendes Zahnfleisch (besonders wenn es mehrere Tage lang anhält) als definitives Warnsignal für ein potenziell ernsteres Problem, wie beispielsweise eine Entzündung, zu sehen ist. Das ist sehr wichtig weil das Zahnfleisch als Anker für die Zähne fungiert und bei unbehandelten Entzündungen immer weniger Halt bieten kann, was letztlich zu einer Vielzahl von Zahnproblemen führen kann. Also bei Zahnfleischbluten immer den extra Schritt machen und dem möglichen Auslöser näher auf den Grund gehen!

Was sind die Ursachen von Zahnfleischbluten?

Wie bereits angedeutet, kann Zahnfleischbluten ganz verschiedene Ursachen haben und kommt oft als Folge einer mangelnden Mundhygiene vor. Um das Bluten zu stoppen, reicht es dann aus sich einfach wieder die Zähne sorgfältig zu putzen. In schwereren Fällen kann Zahnfleischbluten durch schwerwiegendere Probleme ausgelöst werden, wie zum Beispiel:
  • Gingivitis (Zahnfleischentzündung): Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleisches, die von Bakterien ausgelöst wird wenn diese ihren Weg zwischen die Zähne und das Zahnfleisch finden. Falls eine Gingivitis nicht rechtzeitig behandelt wird, kann das Zahnfleisch zurückgehen und zu einem Halteverlust der Zähne führen.
  • Parodontitis (fortgeschrittene Form der Zahnfleischentzündung): Parodontitis ist die chronische Form einer herkömmlichen Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die den Kieferknochen angreifen und dadurch den Zähnen den Halt nehmen kann. In weiterer Folge kann sie dann den gesamten Zahnhalteapparat attackieren und zu Zahnverlust führen. Rauchen und weitere Erkrankungen (z.B. Diabetes) können Parodontitis verstärken und ihre aggressive Form hervorbringen, die innerhalb von nur 2 Jahren zu einem komplettem Zahnverlust führen kann.
  • Hormonelle Faktoren: Bedingt durch hormonelle Schwankungen und Veränderungen während der Schwangerschaft und der Pubertät, kann Zahnfleischbluten auftreten. Daher spricht man in der Medizin von der Pubertäts- und der Schwangerschaftsgingivitis.
  • Andere Erkrankungen: Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes, HIV, Leukämie und Virusinfektionen können unter Umständen auch Zahnfleischbluten auslösen.
  • Zu harte Borsten oder zu starkes Drücken beim Zähneputzen: Um diesem Auslöser von Zahnfleischbluten erfolgreich vorzubeugen, sollte man einen Zahnarzt bei der Auswahl der optimalen Zahnbürstenstärke konsultieren und auch um eine Erklärung der richtigen Putztechnik bitten.

Wie wird Zahnfleischbluten behandelt?

Wie bereits erwähnt, kann die leichtere Form von Zahnfleischbluten ganz einfach durch bessere Mundhygiene gestoppt werden. Um mit den schwereren Formen von Zahnfleischbluten, die durch Entzündungen wie Gingivitis oder Parodontitis ausgelöst werden, fertig zu werden, wird meistens professionelle Hilfe von einem Zahnarzt benötigt. Sollte das Zahnfleischbluten durch nicht-zahnärztliche Faktoren ausgelöst worden sein (z.B. hormonelles Ungleichgewicht) sollten auch andere Fachärzte, wie zum Beispiel Gynäkologen bei Schwangerschaftsgingivitis, herangezogen werden um eine Lösung so schnell wie möglich herbeizuführen.
Wie kann ich Zahnfleischbluten vermeiden?
Um erst gar nicht dem Problem des Zahnfleischblutens zu begegnen, haben wir hier einige hilfreiche Tipps von Zahnärzten und Zahnpflege-Experten zusammengestellt:
  • Zahnseide nicht vergessen: Zusätzlich zum Zähneputzen, mindestens einmal am Tag zur Zahnseide greifen um auch Zahnzwischenräume gründlich zu reinigen und dadurch die Entstehung von “versteckten” Bakterienherden zu verhindern.
  • Immer sorgfältig die Zähne putzen: Sogar bei Zahnfleischbluten sollte man das Zahnfleisch mit einer weichen Bürste sachte säubern um jedweden bakteriellen Infektionen dadurch entgegenzuwirken. Spezielle antibakterielle Zahnspülungen nach dem Putzen sind in solchen Situationen auch ratsam.
  • Mit dem Rauchen aufhören (oder nie anfangen): Als ob man noch einen Grund bräuchte um vom Glimmstängel fernzubleiben, nicht wahr? Kurz gesagt: nein zur Zigarette sagen und dadurch das Risiko des Zahnfleischblutens entscheidend senken.
  • Professionelle Mundhygiene: In Fällen in denen das Zahnfleischbluten länger als eine Woche anhält, sollte man den Zahnarzt konsultieren und versuchen mit einer professionellen Mundhygiene das Problem zu lösen. Diese tiefergehende Reinigung der Zahnränder und Zahnzwischenräume sorgt für eine bessere Beseitigung von Bakterienherden.
  • Natürliche Heilmethoden: Zusätzlich stehen Patienten auch häusliche Heilmittel zur Verfügung. Durch regelmäßige Mundausspülungen mit Salbei oder Kamille kann man effektiv Entzündungen im Mundraum mildern.
Also dann nicht verzagen und beim nächsten Auftreten von Zahnfleischbluten einfach auf die eine oder andere Vorsichtsmaßnahme zurückgreifen um ernstere Probleme zu vermeiden.


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Alles Gute & bis bald, Ace!





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