Zucker macht den Tag süsser


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Zucker macht den Tag süßer – Was tun wenn er aber zum Suchtmittel wird?

Laut Umfragen essen Menschen im deutschsprachigen Raum rund 100g Zucker am Tag und sogar noch mehr, wenn man zuckerhaltige Getränke in die Kalkulationen miteinbezieht. Heutzutage versuchen sehr viele von uns jeden Tag den Zuckerkonsum zu verringern, da übermäßige Zuckereinnahme bekanntlich unerfreuliche Konsequenzen wie Übergewicht, Karies und auch Diabetes mit sich bringen kann. Dennoch ist es wichtig sich in Erinnerung zu rufen, dass alleine das menschliche Gehirn um die 140g Glucose pro Tag braucht um voll funktionsfähig zu bleiben. Daher kann das exzessive Vermeiden von Zucker und anderen Kohlenhydraten auch negative Folgen für den Körper haben wie zum Beispiel Kopfweh und schlechte Laune. Außerdem kann ein abrupter Rückgang des Zuckerkonsums nach nur sehr kurzer Zeit eine Zucker-Gier auslösen mit welcher der Körper die ihm fehlenden Kohlenhydrate zu ersetzen versucht. Natürlich ist auch das andere Extrem sehr ungesund und zu hoher Zuckerkonsum kann in die sogenannte Zuckersucht ausarten, bei welcher der Körper nach Zucker wie nach einer Droge verlangt. Was genau löst diese Sucht aber aus und wie kann man ihr entgegensteuern? Finden wir es heraus!

Was sind die Ursachen und Folgen von Zuckersucht?

Das hinterlistige an der Zuckersucht ist, dass sie bei einem Menschen ungeahnt auftauchen kann ganz ohne das er/sie es merkt, denn das Essen von süßen Speisen, Getränken und Desserts ist heutzutage zu einer normalen täglichen Angelegenheit geworden. Die Betroffenen verspüren in periodischen Abständen einen fast schon unaushaltbaren Hunger nach zuckerhaltigen Speisen. Auslöser dieses Heißhungers auf Süßes ist üblicherweise einer, oder eine Kombination, der folgenden Faktoren: 

  1. Eigentliche Zuckersucht: Verursacht durch ein Ungleichgewicht zwischen Serotonin und Dopamin im Gehirn – entweder zu hohe Serotoninwerte oder zu niedrige Dopaminwerte oder eine unzureichende Konzentration von beiden.
  2. Blutzuckerschwankungen: Das Auf und Ab des Zuckergehaltes im Blut kann auch zu einem unkontrollierbaren Hunger auf Süßes führen.
  3. Seelisches Ungleichgewicht: Um mit stressigen Situationen fertig zu werden oder um sich für einen Erfolg zu belohnen, greifen viele Menschen oftmals auf süße Speisen zurück.
  4. Darmpilze: Ein Übermaß von Zucker im Darm kann dort ansässigen Darmpilzen so viel Nahrung bieten, dass sie sich unkontrolliert vermehren und die Balance der Darmflora stören können. Außerdem facht eine wachsende Darmpilzpopulation den Hunger nach Zucker umso weiter an.

Hat sie einmal angefangen, kann die Zuckersucht einen leidenden Menschen im Nu krank machen und eine Vielzahl von unvorteilhaften Konsequenzen haben:

• Zerstörte Darmflora
• Geschwächtes Immunsystem
• Höhere Anfälligkeit für Krankheiten
• Karies
• Übergewicht
• Diabetes Typ 2
• Hyperaktivität
• Depression
• Schlafstörungen
• Unreine Haut und/oder Akne

Was sind die Symptome von Zuckersucht?

Die Symptome von Zuckersucht sind denen von anderen Suchterkrankungen sehr ähnlich:

• Sehr starkes verlangen nach Zucker
• Geschwächte Selbstkontrolle
• Konsum von ständig wachsenden Mengen

Ein wichtiger Unterschied zu anderen Typen von Sucht (z.B. Nikotin, Alkohol) ist, dass es ungemein schwierig ist den Zuckerkonsum auf einmal ganz einzustellen, da Zucker in sehr viel mehr Lebensmitteln als nur Süßigkeiten enthalten ist (z.B. Ketchup, Senf, etc.). Daher ist es umso härter der Zuckersucht zu entkommen. Trotzdem besteht auf jeden Fall noch Hoffnung!


Wie kann man Zuckersucht besiegen?

Zuallererst sollte der Zuckerkonsum schon sehr früh im Leben so reguliert werden, dass es erst gar nicht zur Entwicklung einer Zuckersucht kommt. Mit anderen Worten – Eltern sollten ihre Kinder ehestmöglich über die Gefahren von übermäßigem Zuckerkonsum warnen und durch ausgewogene Ernährung zu Hause für gute Essgewohnheiten sorgen. Hier ein paar hilfreiche Tipps dazu:

  • Komplexe Kohlenhydrate: Haferflocken, Vollkornbrot oder Naturreis gehören zur Familie der komplexen Kohlenhydrate, die langsam und langfristig in Energie verwandelt werden ganz ohne den Blutzuckerspiegelin die Höhe schießen zu lassen (daher, kein Heißhunger).
  • Regelmäßige Mahlzeiten: Versäumte Mahlzeiten (ob absichtlich oder nicht) versetzen den Körper in einen Zustand der Knappheit in dem er umso mehr nach Zucker verlangt, da dieser am schnellstein in Energieumgewandelt werden kann.
  • Obst: Obwohl Obst Fruchtzucker und Glucose enthält, sind diese nicht so leicht lösbar wie freigesetzter Zucker und können daher nicht so schnell in den Blutkreislauf gelangen um dort Heißhunger nach noch mehr Zucker auszulösen.
  • Gemüse: Besonders grünes Blattgemüse, wie zum Beispiel Spinat, Salat und grüner Kohl, ist dank seines bitteren Beigeschmackes ideal und den Heißhunger nach Zucker abzuschwächen.
Bei all dem Gerede über Sucht kann einem schon alleine beim Nachdenken über Zucker ganz Angst und Bange werden. Dennoch, nicht verzagen, denn in ausgewogenen und balancierten Mengen stellt etwas Süßes absolut kein Problem dar – nur das gründliche Zähneputzen nicht vergessen!

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