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Zahnarzt-Angst versus Zahnschmerz

Zahnarzt-Angst oder Zahnschmerz – Was ist stärker?

Fast jedem ist sicherlich schon etwas Ähnliches passiert – da schlemmt man genüsslich an einem Eis oder an einer anderen Süβigkeit als sich plötzlich der Zahnschmerz meldet. Wird wohl nur vorübergehend sein, denkt man sich noch, aber der Schmerz verebbt leider doch nicht. Ganz im Gegenteil – mit der Zeit wird er immer intensiver und unerträglicher. Na toll – also dann ab zum Zahnarzt, sagt einem der Hausverstand. Gleichzeitig schleicht sich langsam aber sicher ein ganz mulmiges Gefühl ein. Was kann das denn nur sein – doch wohl nicht die Angst vor dem Bohrer oder den anderen spitzen Instrumenten in der Zahnarztpraxis? Leider Gottes ist es wahrscheinlich wohl doch die Zahnarztangst …

Was ist Zahnarzt-Angst?

Rund 12% aller Erwachsenen in allen Bevölkerungsgruppen leiden heutzutage an einer Form von Zahnarzt-Angst (auch Dentalphobie genannt), die eine generelle Furcht vor allen möglichen zahnärztlichen Behandlungen umfasst. In manchen Fällen kann die Angst vor einem möglicherweise schmerzvollen Eingriff einem Patienten weitaus mehr Leid antun als die womöglich schmerzvollste Behandlung selbst. Obwohl Angst in vielen Lebenslagen sehr sinnvoll und sogar hilfreich sein kann, da sie sozusagen als eingebaute Alarmanlage in gefährlichen Situationen für den menschlichen Körper dient, kann sie sich doch auch zu einer Krankheit entwickeln wenn sie öfter und/oder stärker als notwendig auftritt.

Was sind die Symptome von Zahnarzt-Angst?

Um festzustellen ob man an Zahnarztangst leidet, muss man erst einmal wissen nach welchen Symptomen man Ausschau halten sollte. Einige der am häufigsten vorkommenden und klarsten körperlichen Signale für Zahnarztangst sind:

* Herzrasen
* Starkes Schwitzen
* Verspannung der Muskulatur
* Atemnot
* Panikattacken

Nebst der zusätzlichen seelischen Belastung kann Zahnarztangst oft auch viel weitreichendere unvorteilhafte Konsequenzen haben wie zum Beispiel aufgeschobene und kurzfristig abgesagte Zahnarzttermine, die dann zu weitaus schlimmeren Zahnschäden führen können als ursprünglich der Fall gewesen wäre. Weitere Folgen können unter Anderem auch extreme Schmerzen, ausgelöst durch stark kariöse Zähne oder Abszesse und Entzündungen im Mundraum, Schmerzmittelmissbrauch, und Schamgefühle und Selbstwertprobleme miteinschlieβen.


Was kann man gegen Zahnarzt-Angst tun?
In sehr vielen Fällen wird Zahnarztangst durch schlechte Erfahrungen im Kindesalter ausgelöst. Um dieser krankhaften Angst erfolgreich entgegenzuwirken gibt es einige äuβerst wirksame Behandlungsmethoden wie zum Beispiel:

* Beruhigende Atemtechniken
* Körperliche Entspannungsübungen
* Hypnose
* Lachgas

Für besonders schwere Fälle stehen Zahnärzten auch angstlindernde Medikamente zur Verfügung, die Patienten bei vollem Bewusstsein halten können während sie erfolgreich Schmerzen und Furcht verringern. Eine potenzielle Komplikation dieser Angstverringerungsmethode ist die Tatsache, dass die Verabreichung dieser Medikamente durch erfahrene Anästhesisten getätigt werden muss, die betroffene Patienten dann während ihrer Behandlungen ständig überwachen müssen. Zahnärzte können auch weitere angstauflösende Maβnahmen, die nichts mit dem Patienten selbst zu tun haben, anwenden:

* Kuscheltiere, Spiele und Geschichten bei Kindern
* Entspannende Musik
* Gemütliche Praxiseinrichtung (um ein Wohnungsgefühl beim Patienten zu erzeugen)
* Frische Pflanzen
* Gedämpftes Licht
* Wohlriechende Raumdüfte (um den “Zahnarztgeruch” zu überdecken)

Auch durch individuelle Betreuung können Zahnärzte ihren Patientent die Angst nehmen. Gezielte Umgangsformen für Angstpatienten schlieβen die folgenden Vorgehensweisen mit ein:

* Telefonische Erstberatung um Vertrauen herzustellen
* Ruhige und geduldige Gesprächsführung während des Termins
* Viel Informationen über die Behandlung vor, während, und nach der Behandlung
* Keine Unterbrechungen während der Sitzung

Obwohl die Zahnarzt-Angst zweifellos eine sehr unangenehme Sache ist, gibt es ja doch glücklicherweise Wege um sie zu bezwingen und um sicherzustellen, dass sie der regelmäβigen Dentalpflege nicht im Wege steht.



Na dann mal viel Glück und eine verdiente und hoffentlich entspannende Atempause vor dem nächsten Zahnarzttermin!

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Alles Gute & bis bald, Ace!





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